Willkommen in der Galerie Alte Feuerwache
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Anastasia Rodi -
"Frieden" als Propagandanarrativ
Die russische Propaganda bedient sich intensiv der Schlüsselbegriffe „Frieden“, „Verhandlungen“ und „Eskalation“.
Durch die Manipulation dieser Begriffe wird der Fokus hinsichtlich der Ursachen des russischen Krieges gegen die
Ukraine, der Verantwortung für dessen Fortdauer und der Rolle der wichtigsten Akteure verlagert. So kann der
Aggressor als Verfechter des Friedens dargestellt werden, die Unterstützung der Ukraine als Eskalationsfaktor und
die Zugeständnisse der Ukraine als Weg zum Frieden. In diesem Vortrag wird anhand einzelner Narrative untersucht,
wie solche Interpretationen entstehen, warum sie für einen Teil des Publikums überzeugend wirken und wie sie die
Wahrnehmung des Krieges sowie die gesellschaftspolitischen Debatten in Deutschland beeinflussen.
Kurz-CV: Anastasiia Rodi ist eine ukrainisch-deutsche Journalistin und Politologin, geboren in Simferopol
auf der Krim. Sie hat einen Masterabschluss in ukrainischer Philologie (V. Vernadsky Taurida National University,
Simferopol, 2011) und in Politikwissenschaft (Freie Universität Berlin, 2023). Seit 2013 arbeitet sie als Korrespondentin
für deutsche und internationale Medien. Zu ihren Interessengebieten zählen die deutsch-ukrainischen Beziehungen,
demokratischer Rückschritt und Autoritarismus, die Politik des Westens gegenüber autoritären Regimen und die Rolle
von Desinformation. Sie war Stipendiatin des Europäischen Journalisten Fellowships an der FU Berlin (2019–2020) und
Teilnehmerin des Programmes „Digitalisierung und Demokratie” am Aspen Institute Germany (2025). Aktuell promoviert
sie zum Thema „Demining Democracy: Ukraine’s political challenges in wartime“ im Rahmen des PhD-Programmes vom
Kompetenzverbund Interdisziplinäre Ukrainestudien (KIU). Ihr Dissertationsprojekt wird von Prof. Dr. Gwendolyn Sasse
an der Humboldt-Universität zu Berlin betreut.
Zum Projekt:
Diese Veranstaltung ist ein Bestandteil des Forschungsprojekts „Identifying and Combating Russia's Propaganda“ (ICORPD).
Das Projekt wird finanziert vom Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten (Programm ÖPR) und setzt sich zum Ziel,
konkrete Maßnahmen zur Stärkung der demokratischen Widerstandsfähigkeit in Deutschland und der Ukraine im Kontext der
russischen Propaganda und Desinformation als Teil der hybriden Kriegsführung umzusetzen. Zu diesen Maßnahmen gehören
vier Kernaktivitäten: 1) Identifikation von Desinformationsquellen und Zielgruppen, 2) Resilienzvorschläge basierend auf
Best Practices, 3) Aufbau einer mehrsprachigen Online-Faktencheck-Plattform inkl. Redaktions- und Qualitätssicherung
sowie 4) Organisation/Archivierung öffentlicher Diskussionsveranstaltungen an universitären sowie außeruniversitären
Einrichtungen. Der Vortrag wird aufgezeichnet und über den YouTube-Kanal von StopFake ausgestrahlt und ist dort langfristig
verfügbar.
Projektpartner/innen: Dr. Halyna Leontiy (Universität Göttingen), Prof. Dr. Michael Dobbins (Universität Hannover und
American University of Armenia) und StopFake.org (Kyjiw, Ukraine).
Kontaktperson: Dr. Halyna Leontiy (Email: halyna.leontiy1@uni-goettingen.de)
"Amol is gewen a jidele"
Herbert Linne: GEDRUCKTE EINDRÜCKE
Herbert Linne (Jahrgang 1948) lernte als Schüler Alfred Pohl kennen und schätzen, den weit über Göttingens Grenzen bekannten Künstler uind Holzschneider. Soi entstanden erste einfarbige Linolschnitte als Schülerarbeiten.
Erst viel später erstellte er zu Weihnachten und zum Jahreswechsel regelmäßig Holzschnitte als Grußkarten, mittlerweile mehrfarbige Formate in kleinen Auflagen, die im Handdruck jedes für sich ein kleines Kunstwerk darstellen.
Herbert Linne benutzt für seine mehrfarbigen Holzschnitte die anspruchsvolle Technik der "verlorenen Platte". Es handelt sich dabei um einen additiven Mehrfarbendruck, bei dem aus einer einzigen Platte in aufeinander folgenden Schritten die verschiedenen Zustände der Druckplatte geschnitten und die einzelnen Farben übereinander gedruckt werden.
Herbert Linne wird diese Technik der verlorenen Platte mit Hilfe einer Druckerpresse in der Galerie demonstrieren.